Bandagierunterlagen in der Therapie

Viele Reiter bandagieren ihre Pferde zum Reiten. Auch zum Transport mit dem Pferdeanhänger zum Beispiel sind Bandagierunterlagen zusammen mit Bandagen sehr gut als Beinschutz geeignet.

Bandagen und Bandagierunterlagen sind jedoch auch in einer Therapie anzuwenden. Bei Phlegmone zum Beispiel sollte man immer einen Angussverband am verletzten Pferdebein machen. Hierzu eignen sich Bandagen aus Baumwolle hervorragend. Als Bandagierunterlage sollte man hierzu eine Bandagierunterlage aus Watte, die sogenannte Mullwatterolle benutzen. Sie saugt sich gut voll und hält lange kühl und feucht.  

Doch nicht nur für Phlegmone ist eine Kombination aus Bandage und Bandagierunterlage nützlich. Auch als Schutz vor Schmutz, der leicht in eine offene Wunde gelangen könnte, können sie angewendet werden.

Bandagierunterlagen und Bandagen bei angelaufenen Beinen in der Box

Es gibt auch Pferde, die in der Box dicke, angelaufene Beine bekommen. Daher bandagieren einige Pferdebesitzer ihre Pferde in der Box. Hierfür würden wir Bandagierunterlagen aus Keramikstoff empfehlen. Eine Bandagierunterlage aus Keramikstoff hat die Wirkung, dass die Körperwärme des Pferdes durch die Keramikpartikel reflektiert wird. Dies fördert die Durchblutung des Pferdebeins. Somit wird das Pferdebein gut durchblutet und die Schwellung entsteht meist garnicht.

Bandagierunterlagen zur Wärmetherapie bei Sehnenschäden

Auch bei der Ausheilung von Sehnenschäden werden Bandagierunterlagen aus Keramikstoff sehr gerne verwendet. Überall dort, wo Wärme die Heilung unterstützt finden Bandagierunterlagen aus Keramikstoff als unterstützende Therapie Verwendung. Dies gilt z.B. für folgende Beinerkrankungen

  • Fesselträgerschaden
  • Schaden am Unterstützungsband
  • Schäden an der tiefen oder oberflächlichen Beugesehne
  • Fesselringbandsyndrom
  • Spat
  • chronische Hufrollenentzündung
  • Gleichbeinschaden
  • jegliche arthrotische Veränderungen etc.

Dies sollte man jedoch immer vorher mit seinem Tierarzt absprechen. Auch bei Verwendung einer Bandagierunterlage in der Therapie sollte man beim Bandagieren darauf achten, dass man die Bandagen nicht zu fest oder zu locker zieht. Auch sollten keine Falten in der Bandagierunterlage vorhanden sein. Hierdurch könnte es sonst passieren, dass das Pferd Druckstellen bekommt. Zu enge Bandagen können den Lymphfluss stören und das Pferdebein würde dick werden, sowie den Heilungsverlauf verzögern anstatt diesen zu unterstützen. Während der Arbeit mit dem Pferd sollte man das vorgeschädigte Pferdebein ebenfalls schützen. Viele Reiter bandagieren ihre Pferde daher zum Reiten.