Materialien für Bandagierunterlagen

Bandagierunterlagen gibt es aus den unterschiedlichsten Materialien.

Bandagierunterlagen aus Baumwolle

Eine Bandagierunterlage aus Baumwolle ist zum Beispiel gut für Angussverbände zu verwenden. Sie saugt die Feuchtigkeit gut auf und speichert sie lange. Zum Reiten sind diese aber weniger geeignet, da die Feuchtigkeit nicht nach aussen abtransportiert wird. Hierfür eignen sich eine Bandagierunterlage aus Funktionsstoffen, wie z.B. Polyester besser.

Bandagierunterlagen aus Polyester

Das atmungsaktive Material transportiert die Feuchtigkeit nach aussen ab, sodass nicht die Gefahr eines Hitzestaus unter einer Bandagierunterlage entstehen kann. Polyester-Funktionsstoffe sind aus dem humanen Sportbereich für den hohen Feuchtigkeitstransport bekannt und sehr beliebt.

Bandagierunterlagen aus Neopren

Auch aus Neopren gibt es Bandagenunterlagen. Diese sind besonders leicht und stossfest. Sie schmiegen sich relativ gut ums Pferdebein und saugen sich verhältnismäßig gering mit Wasser voll. Allerdings ist hier mit großer Sicherheit von einer geringeren Atmungsaktivität des Materials gegenüber Polyester und Baumwollstoffen auszugehen. Neopren hat eine Art Isolierfunktion – wir kennen dies von Tauchanzügen – die Wärme wird darunter gehalten. Dies könnte unter Umständen zu allergischen Hautreaktionen führen.

Bandagierunterlagen aus Keramikstoff

Ein besonderer Wellness für das Pferdebein sind Bandagierunterlagen aus Keramikstoff. Die Keramikpartikel in der Bandagierunterlage reflektieren die Körperwärme des Pferdes und fördern somit die Durchblutung des Pferdebeins. Hiermit kann man auch Verletzungen, wie zum Beispiel Sehnenschäden, Hufrollenentzündung etc. unterstützend therapieren.

Größe Bandagierunterlagen

Bandagenunterlagen sind in verschiedenen Größen erhältlich, Je nach Verwendungszweck. Meist unterscheiden sich die Größen nur in der Höhe der Bandagierunterlage. Der Umfang ist ja sehr variabel nutzbar, denn bei schlankeren Pferdebeinen überlappt die Unterlagen eben etwas mehr. Bandagierunterlagen gibt es in verschiedenen Wattierungen. Dünne Bandagenunterlagen werden meist zum Reiten verwendet eine Bandagierunterlage mit einer dicken Wattierung dagegen eher als Transportschutz beim Anhänger fahren oder auch hin und wieder in der Box als Schlagschutz. Beim Bandagieren sollte man unbedingt beachten, dass man die Bandagen richtig am Pferdebein anlegt. Es sollten auch keine Falten in den Bandagenunterlagen oder den Bandagen sein. Diese könnten sonst Druckstellen verursachen. Auch Bandagen, die zu locker oder zu fest bandagiert wurden, können großen Schaden anrichten. Hierbei kann es passieren, dass die Bandage /Unterlage das Blut abschnürt. Der Lymphfluss würde gestört werden. Dies kann zu schlimmen Verletzungen führen. Daher sollte man sich das Bandagieren am besten vorher von einem “Profi” zeigen lassen und üben.